
MViele fragen sich, ob Isomalt Zucker ist oder nicht. Meine Antwort ist ganz klar: Nein, Isomalt ist kein Zucker im herkömmlichen Sinne. In diesem Beitrag möchte ich das genauer erklären. Es gibt viele Missverständnisse über diesen Rohstoff, da sich zahlreiche Mythen darum ranken. Ich höre immer wieder, dass es in verschiedenen Ländern verboten sei (was nicht stimmt), dass es unverdaulich sei oder Unwohlsein verursache (darauf gehe ich später noch genauer ein, da es nicht ganz korrekt ist). Ich könnte noch einige weitere Legenden aufzählen, aber das ist nicht nötig; ich komme gleich zur Sache.
Isomaltzucker gehört zur Gruppe der Polyole.
Was ist ein Polyol?
Polyole sind Kohlenhydrate, keine Zucker; sie sind zuckerfreie Süßungsmittel, enthalten aber Nährstoffe bzw. Kalorien. Ein Merkmal ist, dass sie in denselben Mengen wie normaler Zucker verwendet werden, im Gegensatz zu nicht-nährstoffhaltigen bzw. kalorienfreien Süßungsmitteln wie Saccharin oder Aspartam, die nur in minimalen Mengen eingesetzt werden.
Polyole sind auch als Polyalkohole oder Zuckeralkohole bekannt. Obwohl ihre chemische Struktur teils der von Zucker und teils der von Alkohol ähnelt, sind sie weder Zucker noch Alkohole. Ernährungswissenschaftler und Gesundheitsexperten bezeichnen sie als „Zuckerersatzstoffe“.
Die von der FDA und der Europäischen Union zur Verwendung zugelassenen Polyole sind:
- Maltit.
- Xylit.
- Isomalt.
- Mannitol.
- Sorbit.
- Erythrit.
- Lactitol.
- Hydrierte Stärkehydrolysate.
Wie wirkt sich ein Polyol auf den Körper aus?
Polyole werden langsam vom Körper aufgenommen, das heißt, sie gelangen nur sehr langsam und unvollständig aus dem Dünndarm ins Blut. Je nach Polyol werden lediglich 9 bis 14 % absorbiert, die im Dickdarm in nützliche Bakterien (Bifidobakterien) umgewandelt werden. Die meisten Polyole haben einen niedrigen glykämischen Index, weshalb sie laut Studien auch von Diabetikern konsumiert werden können.
Die Polyole mit dem niedrigsten glykämischen Index sind:
- Isomalt 9
- Sorbitol 9
- Lactitol 6
- Mannitol 0
- Erythrit 0
Sind Polyole sicher?
Für die meisten Menschen, die Polyole konsumieren, sind sie unproblematisch. Übermäßiger Verzehr kann jedoch Blähungen oder eine abführende Wirkung hervorrufen. Da sie Kohlenhydrate sind, wirken sie ähnlich wie Ballaststoffe, weshalb manche Menschen empfindlicher auf Magen-Darm-Beschwerden reagieren. Diese Beschwerden sind in der Regel mild und vorübergehend, und die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb weniger Tage an den Konsum, genau wie an andere ballaststoffreiche Lebensmittel. Eine detaillierte Beschreibung von Polyolen würde den Rahmen sprengen. In diesem Beitrag habe ich Ihnen daher einen kurzen Überblick über Polyole gegeben. Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen geholfen, die verschiedenen Arten von Polyolen zu erkennen.
Möchten Sie weitere Informationen?
Hier ist ein kleines Verzeichnis mit sehr nützlichen Informationen:


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